01 Nov Das Spreegold in Berlin

Berlin Prenzlauer Berg – Auf der Spur eines Geheimtipps lande ich an der Ecke Stargarder Straße/ Schönhauser Allee.

Von außen wirkt der Eingang zum neu eröffneten Spreegold eher trist und lässt nicht erahnen, welch Pracht sich hinter den grauen Schaufenstern verbirgt. Wüsste ich nicht – vom Hören Sagen – das sich hinter diesen Schaufenstern ein stylisches Interior und leckeres Essen verbergen wäre ich eventuell vorbei gelaufen, denn von außen sehe ich kaum mehr als mein eigenes Spiegelbild und erahne vom Inneren nur die gröbsten Umrisse.

Schönheit kommt von innen – dieser Spruch trifft auf das Spreegold am Prenzlauer Berg hundertprozentig zu.

Der große, loftartig anmutende Raum empfängt die Gäste mit einer Mischung aus roher Architektur und heimeliger Innenarchitektur. Ein riesiges Lüftungsrohr schießt durch den kompletten Innenraum. Hinweg über Bedienungstresen und Gäste. Die Wand besteht zum Teil aus freigelegten Mauersteinen zum anderen aus Holz und teils scheint der rohe Baukörper anthrazitfarben fast schwarz gestrichen worden zu sein.

Der Boden weist die typische Optik der Patina von rohem Estrich auf. Der Fokus des Raums liegt auf der Präsentation des Essens im Tresenblock. Die Sitzbereiche zur Linken des Tresens verstehen sich als eine Art Ausläufer. Sowohl der Tresenkörper als auch die Wände im Sitzbereich sind in Holzdielenoptik verkleidet. Die vertikale Ausrichtung der Dielen schafft es, den großen Raum für das Auge zusammenzufassen und ihm so die Weitläufigkeit zu nehmen.

Außerdem gelingt es Spreegold, mithilfe der Dielenoptik, gemütlichen Shabby Chic zu erzeugen. Im Sitzbereich schlängelt sich eine, in graurotem Leder bezogene Sitzbank, an der Wand entlang.

Tresenplatte, Hocker und auch die Eames Stühle sind in Schwarz gehalten und schaffen somit eine Balance zwischen dunkler Decke und hellem Boden. Ausgeleuchtet wird der Sitzbereich von Deckenspots. Die Bar erhält als zusätzliche Beleuchtung atmosphärische Leuchten in filigranem, golden ornamentalem Metall. Ein ähnliches Material wird für den Bartresen verwendet. So wird dieser Barbereich durch diese besondere Gestaltung zoniert und hervorgehoben.

 Im Tresen kann man die opulente und frische Auswahl an Speisen bewundern, die das Spreegold zu bieten hat. Hier ist für jeden etwas dabei. Meine Favoriten sind das Fitnessfrühstück für den gelungenen Start in den Tag:

„Zwei gegrillte Scheiben Vollkornbrot, mit hausgemachtem Kräuter-Tomaten-Quark, Bircher Müsli, halbe rote Grapefruit mit braunem Zucker.“

Und Posh Pasta zum Mittagessen.

„Edle Trüffel-Mascarponecreme mit Walnüssen & reifem Parmesan.“

Lecker! Und absolut bezahlbar!

(Quelle: http://www.spreegold.com)

Hinter dem Tresen wieder eine andere Welt. Hier kann man direkt in die Küche schauen und mit dem gekachelten Übergangsbereich und den alt wirkenden Industrieleuchten zwischen Tresen und Küche wirkt dieser Teil des Raums wie ein Schlachtraum aus vergangener Zeit. Hier wird noch richtig mit Lebensmitteln gearbeitet. Kochen als Handwerk.

Zur Rechten vom Tresen lädt eine lange Tafel – die so auch in einem alten Bauernhaus hätte stehen können – Platz für größere Gesellschaften. Gusseiserne Tischbeine und Bretter als Tischplatte wirken rustikal aber durch die Bestuhlung und Beleuchtung auch modern und einladend.

Ein kleiner Coffee-Point rundet die Raumaufteilung ab. Auf einer alten Werkstattbank gibt es alles, was das To-Go Herz erfreut. Kaffeebohnenspender, Illustrationen und kleine Texte gestalten die Wand.

Alles in allem ist das Spreegold am Prenzlauer Berg ein Genuss für den Gaumen aber auch für das Auge. Die aktuellen Trends im Interior Design sind in diesem Raum vereint:

  • Rohe Architektur -> zeigen, was man hat
  • Holz als Wohlfühlfaktor
  • Metall mit Cut outs
  • Klassiker wie der Eames Chair

Grade diejenigen unter uns denen die Mischung aus Altem und Neuen gut gefällt und die gerne frisch und köstlich speisen, sind hier genau richtig.

Hier geht’s zum Spreegold.

Das Spreegold hat übrigens noch zwei weitere Filialen:

Rosa-Luxemburg-Straße 2 in Berlin Mitte

Hufelandstrasse 20 im Bötzow Kietz

Viel Spaß beim Schlemmen!

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